Fahrradträger

Die nächste große Urlaubsfahrt mit dem Auto steht an, und die eigenen BikesHier! sollen mit? Die Lösung ist simpel: Ein Fahrradträger muss her. Doch welche Art Träger kommt in Frage? Kupplungs-, Dach- oder Heckträger? Letztere werden am Autoheck verzurrt und sind günstig in der Anschaffung.

Sie sorgen aber für einen erhöhten Spritverbrauch und sind im Verhältnis nicht gerade nfallsicher.

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Auch die Heckklappe lässt sich leider nicht mehr benutzen. Beim Dachträger müssen die Bikes umständlich über Kopf aufs Dach gehoben werden – bei einem 15-Kilo-Enduro keine leichte Aufgabe. Zudem sorgen diese Träger für laute Windgeräusche und mehr Spritverbrauch. Wegen der enormen Bauhöhe kommt es in Unterführungen oder Tiefgaragen gerne zu unerwünschter Fremdeinwirkung.

Die beste Lösung, wenn auch die teuerste, ist der Kupplungsträger.

Windgeschützt sitzen die Bikes hinter dem Fahrzeug und verursachen nur einen geringen Mehrverbrauch. Die Montage und der Beladungsvorgang sind zudem

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schnell erledigt. Jedoch benötigt das Fahrzeug eine Anhängerkupplung, wodurch – egal ob bei der Nachrüstung oder bei einem Neuwagen – erhebliche Mehrkosten von mehreren 100 Euro entstehen.

Im folgenden Test beschränkt sich Mountain! in Zusammenarbeit auf acht Kupplungsträger in der Preisklasse von 242 bis 599 Euro. Im Test mussten die acht Träger zuerst ihr Können in puncto Aufbau und Gebrauch unter Beweis stellen.

Bereits hier zeigten sich große Unterschiede: So mussten die Träger von Menabo, Fischer und zum Teil auch der MFT erst zusammengebaut werden. Dabei halfen die beiliegenden Beschreibungen. Weniger schön: Ein verbogener Bügel am Fischer bereitete bei der Montage viel Mühe. Wesentlich besser: die faltbaren Modelle von Thule und Bosal.

Diese Träger sind nicht nur platzsparend im Keller verstaut, sondern auch kinderleicht von einer Person auf der Kupplung montiert.

Schwierigkeiten machte hingegen der MFT, der wegen hohen Gewichts und komplizierter Kupplungsbefestigung von zwei Personen angedockt werden muss. Per Nachstellschraube an den Trägern von Alutrans, Bosal, MFT und Thule lässt bei starkem Verschleiß der Kupplung nachjustieren.

Ältere Fahrzeugtypen besitzen oft noch 7-polige Stromanschlüsse, hier wird ein Adapter auf 13-polige Stecker benötigt (rund 10 Euro). Auch die Stützlast Ihrer Anhängerkupplung sollten Sie beachten. Viele Mittelklassewagen lassen nur 50 kg Zuladung (siehe Aufkleber an der Heckklappe)zu. Im Schnitt wiegt schon der Träger rund 17 Kilo. Mit schweren Bikes wie Downhillern! ist die zulässige Last dann schnell überschritten.

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Bei der Befestigung der Räder zeigen sich die meisten Fahrradträger up-to-date. Breite Reifen, lange Radstände und moderne Rahmenformen sind für Uebler, Thule sowie Atera kein Problem. Das Beladen der Träger von Fischer und Menabo ist hingegen eine fummelige „Zurrbandorgie“. Bis zu elf Bänder (Fischer) mussten die Tester fixieren.

Eine wichtige Frage: Sind die Haltearme auch für das Klemmen von Carbon-Rahmen geeignet? MountainBIKE kontaktierte die Hersteller der Träger und bekam unterschiedliche Antworten: „Wir haben noch nie von einem Problem gehört“, „Sie können zum Schutz einen Geschirrlappen dazwischen klemmen“ und „Fragen Sie beim Radhersteller nach“.

Entwicklungs- und Design-Ingenieur Tom Trapp von Focus-Bikes rät generell von der Klemmung von Carbon-Rahmen ab, er lässt jedoch durchblicken, dass es an soliden Kohlefaserrahmen nicht so problematisch ist wie an Ultraleichtbau-Rahmen. Wenn Sie ein Carbon-Bike besitzen, sollten Sie vor dem Trägerkauf beim Hersteller des Bikes nachfragen.

Damit sich die Bikes beim Transport nicht gegenseitig beschädigen, ist der Schienenabstand wichtig. Ab 20 cm verringert sich die Gefahr, dass die Bikes aneinanderschlagen. Eng geht es bei Alutrans und MFT zu – bei zwei „dicken“ Bikes wird‘ s knapp.

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Positiv: Alle Träger lassen sich im beladenen Zustand abklappen, so dass die Heckklappe zum Erreichen des Kofferraums geöffnet werden kann.

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