Trekking fahrrad

Besser als im Vortest beurteilten unsere Testfahrer die Seitenständer, die mehr Standfestigkeit bieten, besonders bei Beladung mit Gepäck. Gefallen haben auch die meist besseren Handgriffe – oft verstellbar und mit bequemer Auflage für den Handballen, bei Epple, Hercules, Kalkhoff und KTM mit Hörnchen, die eine variable, entspannte Handhaltung erlauben.

In den Griffen von vier Rädern fanden wir geringe Mengen PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die das Erbgut verändern können). Weichmacher (Phthalate, krebserzeugend) wurden nicht in nennenswerter Konzentration nachgewiesen.

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Bei den Lichtanlagen, alle mit Nabendynamo und Standlicht hinten, können die Halogen- und LED-Frontscheinwerfer oft nicht überzeugen. Die Fahrbahn wird zu gering und ungleichmäßig ausgeleuchtet. Die besten Lichtan­lagen haben Raleigh und Simplon, dessen Reflektorscheinwerfer durch seinen hellen, gleichmäßigen Lichtkegel gefällt.

Wie viel der Radler wiegen darf

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Um das Rad nicht zu überlasten, ist meist das zulässige Gesamtgewicht angegeben. Doch es wird häufig missverstanden. 120 Kilogramm bedeuten eben nicht, dass sich ein stattlicher Radler mit diesem Gewicht in den Sattel schwingen kann. Vielmehr muss er vom zulässigen Gesamtge­wicht das Eigengewicht des Fahrrads und die Beladung (mit Schloss, Gepäck, eventuell Kind und Kindersitz) abziehen. Daraus ergibt sich, wie viel der Radler selbst samt Kleidung und Schutzhelm noch wiegen darf.

Die Gepäckträger dürfen meist mit 25 Kilogramm beladen werden. Bei Stevens sind es 30, bei Kettler 18 Kilogramm, bei KTM ist gar kein Wert angegeben. Doch die meisten Träger zeigten sich vom Test überfordert. Nicht alle haben zudem eine Federklammer oder Spanngurte zur Befestigung der Ladung. Für die Racktime-Träger am Simplon und Staiger sind sie als Zubehör erhältlich. Hercules und VSF-Fahrradma­nu­faktur haben einen Pletscher-Gepäckträger, auf dem ein Kindersitz mit einer Adapterplatte fixiert werden kann. Ansonsten werden die Halter für den Kindersitz am Sattelrohr des Rahmens angeschraubt, was bei allen geprüften Rädern möglich ist.

Vorn am Rahmen kann dagegen kein Sitz befestigt werden, weil zwischen Ober- und Unterrohr kaum ein Zwischenraum für die Halterung ist.

Die Beladung mit Gepäck – teilweise schon mit nur 8 Kilogramm – hinten auf dem Rad hat natürlich auch negative Auswirkungen auf das Fahrverhalten.

Die richtige Größe finden

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Höhe und Geometrie des Rahmens sind wichtig für die Passform – unabhängig von den Einstellmöglichkeiten des Sattels und des Lenkers samt Vorbau. Interessenten sollten vor dem Kauf eine ausgiebige Probefahrt bei optimaler Einstellung vornehmen. Bei sportlichen Rädern steht die Gabel steiler und ist weniger vorgebogen. Durch die Sitzhaltung verteilt sich mehr Gewicht auf die Lenkergriffe und Pedale, während bei einer auf Komfort ausgelegten Rahmengeometrie, ähnlich wie bei einem Cityrad, das Hauptgewicht auf dem Sattel lastet. Die Sattelstütze und der Vorbauschaft des Lenkers dürfen nur bis zur Markierung herausgezogen werden. Wenn das nicht reicht, ist der Rahmen zu niedrig.

Die Faustformel zur Berechnung der passenden Rahmenhöhe lautet: Beinlänge (ohne Schuhe) mal 0,66. Wenn eine Federsattelstütze montiert ist, sollte der Rahmen entsprechend niedriger sein, weil die Stütze weiter aus dem Rahmenrohr herausragt als eine ungefederte Stütze.

Ist der Winkel des Lenkervorbaus verstellbar, ändert sich dadurch auch die Sitzhaltung. Dreht man den Lenker im Vorbau, sind verstellbare Griffe von Vorteil, die sich entsprechend der Handhaltung justieren lassen.

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Will dennoch keine optimale Sitzposition gelingen, bietet der Fahrradhändler in der Regel auch die Möglichkeit, den Sattel, Lenker oder Vorbau gegen einen anderen auszutauschen – oder man probiert erst einmal ein Fahrrad einer anderen Marke aus.

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